350 Meter vor meiner Haustür. Ja, hab’s gegoogled – ich wollte es schriftlich haben, damit niemand behauptet, ich übertreib. Als altes Landei bin ich das nicht gewohnt; normalerweise brauch ich fürs Konzert das Auto, Parkplatzsuche und so. Diesmal: kurz die Straße runter, Bühne am Schlossplatz, fertig. Fühlt sich an wie Betrug, funktioniert aber.
Auf dem Programm standen Hellraisers und The Shape – beide Bands kenn ich schon, beide hab ich schon vor der Linse gehabt. Trotzdem hab ich mich sehr gefreut auf den Abend. Was ich nicht erwartet hatte: dass sich daraus eher ein Familientreffen entwickelt als ein klassischer Konzertabend.
Ich glaub, ich bin mittlerweile Göppinger
Irgendwann ist mir aufgefallen: Ich kenn Leute. 😳 Noch viel schlimmer: Leute kennen mich. 😁 Ein paar sind auf mich zugekommen und haben meine Fotos erwähnt – und das ging runter wie Öl, obwohl ich innerlich sofort in den *dahinschmelz*-Modus geschaltet hab. Anmerkung für alle Beteiligten: lasst das bitte, ich kann mit Komplimenten wirklich nicht umgehen. 😜
Autistic little Fränky war trotzdem erst mal bissel scheu und hat die Kamera lieber noch in der Tasche gelassen. Irgendwann aber im Element angekommen und dann ganz selbstverständlich zwischen Leuten, Bühnenrand und den vielfach sichtbaren Handykameras herumspaziert. Am Ende war es ein sehr angenehmer Abend, bei dem die Kamera eher Nebensache war – und ehrlich gesagt darf das auch mal so sein.
Trotzdem bin ich mit den Ergebnissen zufrieden. Beim Aussortieren war ich ein bissel übermüdet, weil der Abend nach dem Konzert noch beim Billard weiterging – es wurde spät, und mein Gehirn meinte danach, Schlaf wäre optional. Aber Fotos, Mukke und Kugeln schubsen an einem Abend: das macht Fränky happy. 🤘
Neue darktable-Version, alte Dummheit
Zuhause wartete die neue darktable-Version auf mich. Ich hab bissel an Einstellungen rumgespielt und mir unter anderem neue Shortcuts von darktable.info gezogen – bin gespannt, wie sich das im Alltag anfühlt.
Alles lief ganz gut, bis ich halb durch beim Aussortieren feststellte, dass ich eine Einstellung falsch gesetzt hatte. Die letzten zehn Minuten waren damit erstmal umsonst. Von vorn. Läuft. (Ja, ich hatte meine Medis genommen. Die helfen aber offensichtlich nur gegen ADHS, nicht gegen Dummheit…)
Dann aber Action – und scheiße ist das geil! Exposure und Black Level kann ich jetzt easy mit der Maus anfahren, fein statt hektisch. Und der alte Mann hier hat ja eine Gaming-Maus, an der man auf Knopfdruck die DPI umstellen kann. Ingame finde ich das total nervig; an der Bildbearbeitung war es das erste Mal, dass ich die Sache vernünftig eingesetzt hab. Photography plus Gaming, und plötzlich fühl ich mich wieder jung. Gebt mir ein LAN-Kabel und kalte Pizza zum Frühstück! 😂
Caps, Licht und Color Splash
Side Fact: Als alter Cap-Träger kann ich es ja voll verstehen, wenn man sowas aufhat. Auf der Bühne ist es trotzdem schwierig – das Gesicht verschwindet halt gern im Schatten der Krempe. Stört mich als Zuschauer nicht unbedingt, hat sogar was Mystisches. Beim Bearbeiten fiel mir an dem Abend aber auf, dass die Cap-to-Artist-Quote ungewöhnlich hoch war. Man sieht es den Bildern an.
Pipeline, Gimp und Insta-Inspiration
Auch die Image-Pipeline lief wieder erfolgreich. In Kombination mit Gimp sind dabei ein paar Bilder rausgekommen, die mir sehr gefallen! Besonders die Idee mit der Überlagerung hab ich mir irgendwo auf Insta abgeschaut, weiß leider nicht mehr von wem. Hat ein Weilchen gebraucht, bis ich verstanden hab, worauf ich achten muss. Aber in der Art werden sicher noch welche folgen.
In der Galerie unten findet sich der Rest – viel Cap, viel Licht, viel Schlossplatz. Und irgendwo dazwischen das leise Gefühl, dass Göppingen langsam mein Zuhause wird. Mal schauen, wie lange Göppingen mich noch erträgt! 😁📷