Holy shit, war viel los die letzten Wochen. Und natürlich bleibt uns die Blog-Konstante erhalten: heiß. Überall. Mal trocken, mal staubig, mal tropisch. Dieser Blog hat mittlerweile seine ganz eigene Klimakrise. :-D
Nach dem letzten Footballspiel ging es direkt ans Packen fürs Party.San. Zurück daheim: gefühlt einmal duschen, einmal kurz die Augen zumachen, weiter aufs Summer Breeze. Nach der Rückkehr war das dann nicht mal mehr gefühlt: Zelt, Auto, Dusche, eine halbe Stunde Augen zu – und wieder Football.
Spätestens da war klar: Ich bin müde. Aber der Reihe nach.
Party.San ohne Kamera. Scheißplan.
Mein erstes Party.San – und ziemlich sicher nicht mein letztes. Die Kamera hatte ich absichtlich zu Hause gelassen. Der Plan war, die Konzerte einfach mal als Zuschauer zu genießen und nicht ständig nur durch die Linse zu sehen. Klang vernünftig. War ein Scheißplan. :)
Es gab einfach zu viele Situationen, in denen die Hand schon fast reflexhaft Richtung Hüfte ging – nur hing da halt keine Kamera. Dazu so viele tolle Menschen, dass der Auslösefinger permanent gejuckt hat. Alright: Nicht die Kamera macht die Bilder, sondern der Fotograf. Fünf Mark ins Phrasenschwein, Handy raus.
Also bissel die Insta-Story gefüttert, viel Spaß gehabt und nebenbei sogar die eine oder andere kleine Perle mitgenommen:
Summer Breeze aus der Hosentasche
Nach der Rückkehr kurz sehnsüchtig die Kameras gestreichelt und trotzdem wieder ohne sie losgezogen. Summer Breeze. Neuer Vorsatz: mit dem Handy fotografieren, Spaß dabei haben und die Konzerte tatsächlich genießen. Klingt fast wie derselbe Plan, diesmal aber mit eingebautem Ersatz-Auslöser.
Zu Hause habe ich die Bilder ausgemistet, kurz durch darktable und anschließend noch durch die Pipeline geschoben. Das ist dabei herausgekommen:
Fazit: Die Handykamera kann schon was. Licht und Entfernung haben nicht immer mitgespielt, und natürlich ist das kein Vergleich zu meinen DSLMs. Dafür passt sie in die Hosentasche und hinterlässt keine Druckstelle an der Hüfte. Hat auch was. :)
Zelt, Dusche, Waldstadion
Zwischendrin hatten die Crusaders in Augsburg gespielt. Ich habe den Stream auf dem Campingplatz verfolgt, wäre aber verdammt gern live dabei gewesen. Damit war selbstverständlich, dass ich mir das letzte Heimspiel nicht entgehen lasse. Also: Zelt, Auto, Dusche, Auto, Waldstadion. Den Berg Schmutzwäsche zu Hause habe ich souverän ignoriert.
Zwischenzeitlich ist irgendwie der Pin von einer meiner Hüfthalterungen verschwunden. Einen neuen habe ich schon bestellt, der alte sollte also jeden Moment wieder auftauchen. So funktionieren Ersatzteilbestellungen schließlich. :-P
Spontane Ausrüstungsentscheidung: RP, 50/1.8 und Umhängegurt. Bei den ruhigeren Szenen und Porträts wollte ich es mit der Unschärfe einfach mal schamlos übertreiben. Warum auch nicht. ;)
Im Waldstadion dann Luftfeuchtigkeit wie im Dschungel. Schwitzen im Stehen, Schwitzen im Sitzen, Schwitzen beim Denken. Als Fotograf muss man schließlich einiges leisten: Ballhandling (Niklas macht das ganz elegant), Yoga (Miguel zeigt hier die Pose „Herabschauender Videograf“) – und zwischendrin vielleicht sogar noch ein paar Bilder machen. :)
Die Erschöpfung habe ich später sogar in meinen Bildern gesehen. Ich hatte mich deutlich weniger bewegt als sonst, viel im Sitzen fotografiert und dadurch Situationen verpasst. Bei einigen Bildern saß der Fokus nicht dort, wo er hingehört hätte – obwohl definitiv mehr drin gewesen wäre.
Fotografie besteht eben doch aus mehr als einem halbwegs funktionierenden Auslösefinger. Und so nett moderne Software auch ist: Bewegung, Timing und einen verfehlten Fokus kann man im Postprocessing nicht einfach wieder herbeizaubern.
Trotzdem sind einige Bilder dabei, die ich richtig mag. Und im Gegensatz zu mir ließen die Crusaders keine Sekunde nach: Die Golden Dragons blieben die ganze Zeit unter Kontrolle, am Ende stand ein 31:17 auf der Tafel – und damit der Einzug in die Playoffs!
Weil auf dem Feld also alles unter Kontrolle war, durfte ich mich zwischendurch guten Gewissens ein wenig ablenken lassen:
@coach.pd hat dann auch noch dokumentiert, wie eine Katze ganz nebenbei die Ressourcen des halben Media-Teams gebündelt hat. :)
Für die Crusaders geht es am 29. August gegen die Krefeld Ravens weiter. Ein Sieg, und der nächste Schritt Richtung GFL ist geschafft. Hoffentlich darf ich dabei sein – dann mit etwas mehr Energie und diesmal wirklich mit dem Tablet für die Rückfahrt im Bus. ;)